– Ziel des Welt-Thrombose-Tags am 13. Oktober 2025: Bewusstsein für die Thrombose schärfen sowie frühe Diagnose und Behandlung fördern
– Die Thrombose bleibt eine unterschätzte Erkrankung, obwohl einer von vier Menschen an ihren Folgen stirbt; und eine von zwölf Personen im Laufe ihres Lebens eine venöse Thromboembolie entwickelt
– Rechtzeitige Diagnose und frühe Therapie sind entscheidend für die Prognose der Patient:innen
– Die oberflächliche Venenthrombose (OVT) wird besonders oft unterschätzt, wobei sie – gemäß Leitlinie – eine gezielte Diagnostik sowie häufig eine Therapie mit Arixtra® (Fondaparinux) erfordert
– Mit der Social-Media-Kampagne „Head-to-Toe-Challenge“ ruft Viatris 2025 weltweit dazu auf, Thrombose-Symptome frühzeitig zu erkennen und Präventionsmaßnahmen wie mehr Bewegung konsequent umzusetzen
– Viatris unterstützt seit 2021 als offizieller Sponsor den Welt-Thrombose-Tag und fördert zudem die ärztliche Fortbildung sowie die öffentliche Sensibilisierung für Thrombosen
Bad Homburg v. d. Höhe, 7. Oktober 2025 — 13. Oktober ist erneut Welt-Thrombose-Tag und die Fakten zeigen, dass er, seit seiner Gründung 2024, nicht an Relevanz verloren hat. Die „International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH)“ verfolgt seither damit das Ziel, nicht nur die Öffentlichkeit sondern auch medizinisches Fachpersonal für das Thema Thrombose zu sensibilisieren und darüber zu informieren.1 Denn die Früherkennung einer Thrombose ist von entscheidender Bedeutung für die Prognose der Patient:innen.2
Bereits seit 2021 unterstützt das global tätige Gesundheitsunternehmen Viatris den Welt-Thrombose-Tag, der von der medizinischen Gesellschaft ISTH (International Society on Thrombosis and Haemostasis) veranstaltet wird (https://www.isth.org/). Darüber hinaus leistet Viatris einen wesentlichen Beitrag zur ärztlichen Fortbildung und der Schaffung von mehr Bewusstsein für dieses unterschätzte Krankheitsbild mit einer Industriepartnerschaft der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA), die 2025 zum 54. Mal unter dem Motto „Vernetzung in Prävention, Diagnose & Therapie“ stattfand. Am 19. September wurde im Rahmen dieser Tagung das Viatris-Lunchsymposium „Thromboembolische Grenzfälle – aktuelle Behandlung auf dem Prüfstand?“ unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Grigorios Korosoglou abgehalten, Chefarzt der Kardiologie und Angiologie an den GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar-Kliniken Weinheim und Eberbach, der in diesem Jahr auch Präsident der DGA-Jahrestagung war. Hier konnten sich Ärzt:innen über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich der Gefäßmedizin, und die leitlinienkonforme Prävention, Diagnose und Therapie einer Thrombose informieren.
Mehr Bewusstsein für die Gefahr einer venösen Thromboembolie
„Die Awareness für venöse Thromboembolien (VTE) muss sowohl in der Öffentlichkeit als auch bei medizinischem Fachpersonal gestärkt werden. Wir wissen heute, wie wesentlich die frühe Diagnose und Therapieeinleitung für die Prognose der Patienten ist“, so die Ansicht von Prof. Korosoglou. Die Zahlen sprechen für sich: VTE sind in der Europäischen Union für mehr Todesfälle verantwortlich als AIDS, Brustkrebs, Prostatakrebs und Verkehrsunfälle zusammen.3 Patient:innen mit VTE haben einer Metaanalyse zufolge ein beinah vierfach erhöhtes kardiovaskuläres Risiko.4 Selbst bei ambulant behandelten VTEs, d. h. bei Patient:innen, deren Risiko als eher gering eingeschätzt wurde, war das langfristige Mortalitätsrisiko unter Einbeziehung von Risikofaktoren doppelt so hoch wie bei Patient:innen ohne VTE.5 Die Gefährlichkeit der Thrombose wird also weltweit deutlich unterschätzt. Daher ist es wesentlich, Risikofaktoren und Präventionsmöglichkeiten zu kennen und Patient:innen darüber aufzuklären (siehe primäre Abbildung/Abbildung 1).
Das Risiko für eine VTE steigt mit dem Alter und bei Patient:innen mit positiver Anamnese für eine VTE. Mit ca. 60 % treten die meisten VTE bei hospitalisierten Patient:innen auf.6 Die frühzeitige Erkennung einer Thrombose und Einleitung einer therapeutischen Antikoagulation senkt das Risiko für Rezidive, Lungenembolien und reduziert auch das Auftreten und den Schweregrad des postthrombotischen Syndroms.7 Einer aktuellen Übersichtsarbeit zufolge wird eine von 12 Personen im Laufe ihres Lebens eine VTE entwickeln.8
„Durch die Unterstützung von patient:innennahen Aktionen wie dem Welt-Thrombose-Tag setzen wir uns für die leitliniengerechte Durchführung einer Thromboseprophylaxe ein. Dadurch möchten wir Menschen in Deutschland sowie in allen Teilen der Welt die Möglichkeit geben, sich über Thrombose zu informieren und deren Risiko zu minimieren“, so Simon von Boeselager, Leiter des Deutschlandgeschäfts der Viatris-Gruppe Deutschland.
Auch internistische Patient:innen benötigen Thromboseschutz
Während bei der Hospitalisierung chirurgischer Patient:innen VTE-Prophylaxen meist gut etabliert sind, fehlen solche Protokolle häufig bei internistischen Patient:innen, deren Risiko für eine VTE auch von medizinischem Fachpersonal unterschätzt wird. VTE sind die häufigste vermeidbare Todesursache bei stationär behandelten internistischen Patient:innen.9 Daher sollte auch bei akutinternistischen Patient:innen eine Risikostratifizierung erfolgen. In der deutschen S3-Leitlinie wird bei akutinternistischen Patient:innen mit Bettlägerigkeit eine Anwendung von unfraktioniertem Heparin, niedermolekularen Heparinen oder Fondaparinux (wie zum Beispiel Arixtra®10) über einen Zeitraum von 6-14 Tagen empfohlen11. Wesentlich ist hier auch für eine lückenlose Fortführung nach der Krankenhausentlassung zu sorgen, da sich einer aktuellen Metaanalyse zufolge in der ersten Woche nach Entlassung die meisten VTEs ereignen12.
Oberflächliche Venenthrombose: Ein zu Unrecht bagatellisiertes Krankheitsbild
Die oberflächliche Venenthrombose (OVT) ist mit einer Inzidenzrate von 1,31 pro 100 Patient:innenjahre die häufigste thromboembolische Erkrankung in der hausärztlichen Praxis13. Ihre Häufigkeit steigt mit zunehmendem Lebensalter, Frauen haben ein doppelt so hohes Risiko für die OVT. Typische Symptome sind Erwärmung, Rötung, lokale Schwellungen und Schmerzen sowie Verhärtungen. Am häufigsten sind Beinvenen betroffen, zu über 75 % variköse Gefäße.14
Die genannten Symptome sind jedoch nur die Spitze des Eisbergs: Etwa ein Viertel der Patient:innen weisen bereits bei der Vorstellung eine tiefe Venenthrombose auf.15 Daher muss bei jedem klinischen Verdacht gemäß Leitlinie eine Sonographie der oberflächlichen und tiefen Venen der symptomatischen Extremität durchgeführt werden. Auch bei einer isolierten OVT besteht gemäß S2k-Leitlinie eine Behandlungsindikation mit Fondaparinux 1x2,5 mg/Tag über 45 Tage, falls die Thrombuslänge mehr als 5 cm und der Abstand des Thrombus zur saphenofemoralen Mündung mehr als 3 cm beträgt.7 Wenn die OVT in das tiefe Venensystem einwächst, muss eine volltherapeutische Antikoagulation erfolgen.7 Ärzt:innen sollten Patient:innen über veränderbare Risikofaktoren wie Adipositas und Bewegungsmangel aufklären. Eine wesentliche vorbeugende Maßnahme ist, Übergewicht abzubauen/mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren.7,16
Viatris-Kampagne unterstützt diesjährigen Welt-Thrombose-Tag
Für eine weitere Verbreitung evidenzbasierter Thromboseinformationen und gezielter Präventionsmaßnahmen beteiligt sich Viatris an der globalen Social-Media-Kampagne „From head to toe – take control: prevent thrombosis, protect your health“ in Anlehnung an das bekannte Kinderlied17: Mit der „Head-to-toe-Challenge“ soll spielerisch die Aufmerksamkeit auf das Krankheitsbild der Thrombose gelenkt werden, um klarzustellen, wie wesentlich es ist, Symptome einer Thrombose in allen Körperarealen frühzeitig zu erkennen, sich zu bewegen und wirksame Schutzmaßnahmen wie eine Antikoagulation in ausreichender Dauer durchzuführen (https://www.worldthrombosisday.org/take-action/head-to-toe-challenge-2025/).
Viatris zeichnet sich durch ein breites Thromboseportfolios aus und verfolgt das Ziel, durch die Vermittlung evidenzbasierter Informationen, partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Fachgesellschaften und Patient:inennähe die Prävention und Behandlung der Thrombose zu verbessern.
Bildmaterial
Primäre Abbildung/Abb. 1:

Primäre Abb./Abb. 1: Am 13. Oktober 2025 ist Welt-Thrombose-Tag, ein weltweiter Aktionstag, der auf Risikofaktoren und Präventionsmaßnahmen der Erkrankung sowohl medizinisches Fachpersonal als auch die breite Öffentlichkeit aufmerksam macht. © Viatris-Gruppe Deutschland
Abbildung 2:

Abb. 2: Vollständige Quellen zu Abbildung 1
Über Viatris
Viatris Inc. (NASDAQ: VTRS) ist ein global tätiges Gesundheitsunternehmen, das Zugang zu einem einzigartigen Portfolio-Mix aus Original- und generischen Arzneimitteln sowie Medizinprodukten bereitstellt. Durch die Kombination aus Originalen und Generika können wir den weltweiten Gesundheitsbedarf ganzheitlicher decken. Im Sinne unserer Mission, es Menschen weltweit zu ermöglichen, in jeder Lebensphase gesünder zu leben, sorgen wir für einen breiteren Zugang zu Arzneimitteln, indem wir jährlich etwa eine Milliarde Patient:innen auf der ganzen Welt mit qualitativ hochwertigen Arzneimitteln und Medizinprodukten versorgen und Menschen in allen Lebensphasen begleiten: von der Geburt bis zum Lebensende, von akuten bis zu chronischen Krankheiten. Mit unserem außergewöhnlich umfangreichen und vielfältigen Portfolio, einer beispiellosen globalen Lieferkette, die darauf ausgerichtet ist, mehr Menschen mit Arzneimitteln sowie Medizinprodukten zu versorgen – wann und wo sie diese benötigen – und mit einer fundierten wissenschaftlichen Expertise, um einige der weltweit drängendsten Herausforderungen im Gesundheitsbereich anzugehen, hat das Thema Zugang bei Viatris einen sehr hohen Stellenwert. Wir haben unseren Hauptsitz in den USA und globale Zentralen in Pittsburgh (USA), Shanghai (China) und Hyderabad (Indien). Weitere Informationen finden Sie auf https://www.viatris.com/en und https://investor.viatris.com. Bleiben Sie auch über LinkedIn, Instagram, YouTube und X (vormals Twitter) mit uns in Verbindung.
Zur Viatris-Gruppe Deutschland gehören die Viatris Healthcare GmbH, Viatris Pharma GmbH, Mylan Germany GmbH sowie MEDA Pharma GmbH & Co. KG mit Sitz und Niederlassungen in Troisdorf, Bad Homburg v. d. Höhe sowie Hannover, der Viatris Collaboration Hub Berlin und die Produktionsstätte der Madaus GmbH in Troisdorf. Das Portfolio umfasst in Deutschland mehr als 400 Produkte, darunter Originale und (Marken-)Generika. Sowohl verschreibungspflichtige als auch rezeptfreie Präparate decken ein breites Spektrum an Therapiegebieten ab. Hervorzuheben sind insbesondere Antithrombotika und Impfstoffe (Influenza). Weiterführende Informationen unter: www.viatris.de.
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1 International Society of Thrombosis and Haemostasis (ISTH), World Thrombosis Day 13 October. https://www.worldthrombosisday.org/ (Zugriff: Oktober 2025).
2 Boccatonda, A (2025) From algorithms to biomarkers: toward personalized management of venous thromboembolism. Journal of Clinical Medicine; 14(17). 6172.
3 Cohen, AT; Agnelli, G et al. (2007). Venous thromboembolism (VTE) in Europe. Thrombosis and Haemostasis; 98:756-764.
4 Noumegni, SR; Grangereau, Th et al. (2022). Cardiovascular mortality after venous thromboembolism: a meta-analysis of prospective studies. Seminars in thrombosis and hemostasis; 48(04): 481-489.
5 Ang, DTY; Simpson; JM et al. (2017). Excess long-term mortality in outpatient deep venous thrombosis patients managed in an ambulatory care setting. QJM An International Journal of Medicine; 110(3):149-153.
6 World Thrombosis Day. Hospital-Associated Thrombosis. https://www.worldthrombosisday.org/know-thrombosis/what-is-thrombosis/hospital-associated-thrombosis/#%23 (Zugriff: Oktober 2025).
7 Linnemann, B; Blank, W et al. S2k-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und Lungenembolie. Stand 14.2.2023, Erhältlich unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/065-002 (Zugriff: Oktober 2025).
8 Lutsey; PL; Zakai, NA (2022) Epidemiology and prevention of venous thromboembolism. Nature Reviews. Cardiology; 20(4):248-62.
9 Skeik, N; Westergard, E. (2020). Recommendations for VTE prophylaxis in medically ill patients. Annals of Vascular Diseases; 13(1):38-44.
10 Fachinformation: Arixtra 2,5 mg / 0,5 ml. Stand: Oktober 2024. [https://www.fachinfo.de/fi/pdf/005515]. (Zugriff: Oktober 2025).
11 Encke, A; Haas, S et al. (2016). S3 Leitlinie Prophylaxe der venösen Thromboembolie (VTE). VASA. European Journal of Vascular Medicine; 45: Suppl. 92. Erhältlich unter: https://register.awmf....fen_01.pdf (Zugriff: Oktober 2025).
12 Singh, T; Lavikainen, L et al. (2023). Timing of symptomatic venous thromboembolism after surgery: meta-analysis. The British Journal of Surgery; 110(5):553–561.
13 Geersing, GJ; Cazemier, S et al. (2018). Incidence of superficial venous thrombosis in primary care and risk of subsequent venous thromboembolic sequelae: a retrospective cohort study performed with routine healthcare data from the Netherlands. BMJ Open; 8(4):e019967.
14 Bauersachs, RM (2013). Diagnosis and treatment of superficial vein thrombosis. Hamostaseologie; 33(03):232-240.
15 Frappé, P; Buchmuller-Cordier, A et al. (2014). Annual diagnosis rate of superficial vein thrombosis of the lower limbs: the STEPH community-based study. Journal of thrombosis and haemostasis; 12(6):831-838.
16 Aktionsbündnis Thrombose, https://www.risiko-thr...ge-38.html (Zugriff: Oktober 2025).
17 World Thrombosis Day. Join the Head to Toe Challenge and help raise awareness worldwide. https://www.worldthrom...enge-2025/ (Zugriff: Oktober 2025).